Lizza

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Lizza: Selfmade-Musikerin aus Überzeugung

Für die 19-jährige Lisa Klammer, die sich lieber Lizza nennt, ist das professionelle Musikbusiness noch fast unberührtes Terrain. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Musik für sie Neuland ist. An ihrem Können arbeitet die Kärntnerin schon lange und stets autodidaktisch.

Verhalten lächelt die junge Kärntnerin, als sie von songcontest.ORF.at zum Interview gebeten wird. Sie wirkt nervös, strahlt aber gleichzeitig von innen eine gewisse Ruhe aus. „Die Pressekonferenz war stressig. Das war für mich das allererste Mal, klar bin ich nervös“, erklärt Lizza im Kärntner Dialekt. Als sie allerdings beginnt, von ihren musikalischen Anfängen zu erzählen, überstrahlt ihr Lächeln jegliche Nervosität.

Von YouTube zu Sony

Obwohl für Lizza die Musik immer schon eine große Rolle spielte, stand für die Maturantin der Schulabschluss stets im Vordergrund. „Während meiner Schulzeit habe ich die Musik stets im Hintergrund gehalten. Ich wollte erst den Abschluss haben, um danach mit der Musik richtig durchstarten zu können.“ Einen konkreten Plan habe sie damals allerdings noch nicht gehabt.

TV-Hinweis

Lizza ist Kandidatin bei „Eurovision Song Contest - Wer singt für Österreich?“, Freitag, 12. Februar, 20.15 Uhr, ORF eins

2014 wurde der Musikproduzent Robby Musenbichler auf eines ihrer YouTube-Videos aufmerksam gemacht, woraufhin Lizza ins Grazer Studio zum Vorsingen eingeladen wurde. Da sie noch keine eigenen Songs geschrieben hatte, sang sie Coverversionen. „Nach dem ersten Song ist Robby aufgestanden, hat mich umarmt und gesagt ,Welcome to the musicians!‘“ Kurz darauf produzierte Musenbichler mit Lizza einige Songs, und schließlich nahm Sony sie unter Vertrag.

Lisa Klammer aka LiZZA

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Trotz wenig Erfahrung konnte Lizza die Plattenfirma überzeugen, sie unter Vertrag zu nehmen

Überwindung des inneren Schweinehundes

Ihre erste Single „Every Minute of Day“ thematisiert den Kampf um Liebe. Auch in ihrem Song-Contest-Beitrag „Psycho“ geht es um einen Kampf und die Überwindung einer Angst. So wie Lizza sich ihrer Furcht stellen muss, auf der Bühne zu stehen, besingt sie in „Psycho“ ihre innere Stärke.

„Es ist wichtig, einmal über seinen Schatten zu springen und den Mut zu haben, aus dem behüteten Umfeld auszutreten. Ich widme dieses Lied allen, die Angst vor etwas haben“, so Lizza.

„Learning by doing“

Wovor Lizza jedoch keine Angst hat: Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Nach zwei Gesangsstunden habe die Kärntnerin entschieden, sie übe alleine an ihrer Stimme weiter. Das Gitarrespielen und das Fotografieren habe sie auch einfach autodidaktisch erlernt. Dann beschloss sie, sich die Ukulele beizubringen. „Ich dachte mir, das kann doch nicht so schwer sein. Gitarre kann ich jetzt schon, und die Ukulele hat zwar nur vier Saiten, aber die kann ich mir schon beibringen.“

Das Multitalent sieht den diesjährigen Vorentscheid als Sprungbrett und als Chance für ihre noch sehr junge Karriere, weil „ich ja noch nie so wirklich in der Öffentlichkeit gestanden bin“. Bereits im Vorjahr bewarb sie sich für das „Wer singt für Österreich?“-Casting, schaffte es aber nicht in die Liveshow. Nun ist sie eine der zehn Kandidaten, ihre Devise lautet: „Augen zu und durch!“

Die Fotografie als Alternative

Falls der Wunsch, von Musik zu leben, nicht in Erfüllung gehen sollte, hat Lizza auch schon eine Idee, was ihr stattdessen Freude bereiten könnte. „Ich würde mich mit der Fotografie selbständig machen.“ Immer ihrem Lebensmotto folgend möchte sie auch hier freie Hand haben und nicht mit einer Ausbildung ihre Zeit verschwenden. Lizza fotografiert bereits hobbymäßig und veröffentlicht ihre Arbeiten auf einer Facebook-Seite.

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